Tag 85: Wenn der Weg das Ziel war…, 0 -> 1.300 Meilen = 2.080 Kilometer

… dann war das Ziel schon an der kanadischen Grenze erreicht, aber zumindest sollte das Ziel heute enden.

Elf Meilen waren das heute noch, also entspannt aufgestanden und aus dem Haus geguckt. Und was sehe ich? 🤔

Wolken, die bis auf den Boden hängen

Ich hatte auch gelesen, dass das heute mit 20° C der kälteste Tag der Woche werden sollte, nächste Woche wieder 28°. Egal, auf geht’s, aber entspannt!

Langsam kommt dann doch die Sonne raus

und mit mehreren Pausen läuft sich das so…

und dann kommt auch schon wieder menschliches Leben in Sicht

Irgendwann sind es noch

noch ein Stück hoch und drei

zwei

eins

Zum Schluss ein Blick Richtung Kanada

(da ist mir jedes Mal beim Fotografieren ein haariges Tier ins Gesicht gesprungen. 😞 Zum Glück hab ich mich erst vor vier Wochen rasiert. Jedenfalls sollte das spätestens morgen Abend weg sein! 🧐)

Auf alle Fälle sehe ich das

und dann noch ein Blick ins Trailregister

Ja, da laufen von Anfang März bis Anfang Juni jeden Tag genau 50 Menschen Richtung Kanada.

Und warum genau 50? Weil es nur 50 Genehmigungen für jeden Tag gibt. Und wieviele laufen den ganzen Weg und kommen an?…

Und nun? Werden alle besucht, die das gelesen haben. Wer nicht persönlich besucht wird, wird in Gedanken besucht. Und wer auch so nicht besucht wird, hat das als Inspiration mitgelesen.

Und sonst so? Fazit hab ich ja schon vor dem letzten Abschnitt gezogen. Die letzten 266 Meilen waren zum abschließenden entspannten Laufen gedacht und waren es auch.

Epilog: Da bin ich 1,5 Meilen zurück gelaufen, dann war da ein Laden:

Leider hatte der nichts Frisches zu essen. Da gab es dann nur Chips und Waffeln. Und natürlich Eis (Pistazie). Damit lag ich dann noch drei Stunden in der Sonne, hab hundert Meter weiter mein Haus aufgebaut und hab etwas Hoffnung, dass der Bus, der laut Homepage des Betreibers nicht fahren soll, doch fährt. Die Haltestelle ist nämlich auch gleich hier (auf dem Foto direkt neben dem Laden) und nicht zwei Kilometer entfernt. Der bringt mich nach El Cajon, ein andere nach San Diego und dann bin ich gleich in LA 😊 👋

Tag 84: Ein kleiner Schritt, 11 -> 1.289 Meilen

Als ich heute früh meine Augen aufklappe, da ist so eine hohe Luftfeuchtigkeit, dass das Wasser an der Innenseite meines Außenzeltes runterläuft. Also dachte ich, stehste ein Stück später auf, bis die Sonne das weggetrocknet hat, aber da hätte ich wohl bis um zehn warten können. Ich bin trotzdem später aufgestanden hab aber das nasse Ding einfach so eingepackt und bin losgewandert

erst über Wiesen, dann durch Büsche

Nach fünf Meilen kam dann das erste Haus

und der Ort mit Laden, See und Campingplatz war da. Dann wieder das übliche: Essen essen und kaufen.

Danach ging es wieder ein Stück hoch. Noch einen Blick zurück auf den ausgetrockneten See

und dann einen Blick ins nächste Tal:

Also runter und auf der andren Seite wieder hoch

Das ist der Blick zurück. Danach ein Stück den Kamm entlang, am roten Baum vorbei

und dann sollte eigentlich bei Meile zehn Schluss sein, aber da waren die Höhenlinien wieder so eng eingezeichnet, dass heißt der Weg geht am Hang lang, ohne Platz für das Haus und deshalb steht das Haus schon bei Meile elf

Morgen gibt es bei 1,4 einen kleinen Laden, hoffentlich auch etwas zu essen und daaaaannnn…. 😲

Tag 83: Aufgeladen, 25 -> 1.275 Meilen

Übernachtet hatte ich auf dem Campingplatz mit der Dusche und dem Café davor. Dusche hatte gestern gereicht, aber das Café sollte heute früh nochmal Energie liefern. Allerdings haben die erst um neun aufgemacht, wie übrigens der Laden auch 😒 da wäre ich eigentlich schon unterwegs… Naja mussten wir halt warten. Das war auch ziemlich kalt heute früh, gefühlt zehn Grad und so hohe Luftfeuchtigkeit, war aber auch 1.800 Meter hoch der Ort. Als ich das Haus zusammengepackt hatte, war das richtig nass.

Zum Glück konnte ich die Powerbank übernacht in den Waschräumen des Campingplatzes laden lassen. Die anderen waren alle mit Wohnmobilen da und ich wahrscheinlich der einzige, der die genutzt hatte. Da hab ich dann gleich mal den Flug umgebucht und den Rest bis dahin reserviert und organisiert 👍

Irgendwann war dann nach um neun und ich rein ins Cafe. 😲 Da sagte die nette Frau von gestern: „Früh ist nur Espressobar und Mittagessen ab um elf.“.

Ich 😥.

Die Frau: „Nagut, einen warmen Apfelmatschkuchen?“

Ich: „Ohja gern, toll!“ 😋

Die Frau: „Mein Chef fragt: Ein Sandwich zum Mitnehmen?“

Ich: „Sehr gern!“

Ich war dort aber auch der einzige zum Verwöhnen 😊

Nachdem dann nicht nur die Powerbank geladen war, ging es los. Nicht mit dem Werfen von Schneebällen, denn das ist dort ungesetzlich

sondern mit dem Weiterwandern

die ganze Zeit leicht bergab

aber über steinige Wege

wo meine Füße wieder sagten: „Schön langsam!“. Gut, das war ja heute auch nicht so weit. Nochmal von weiter oben auf weiter unten gucken

über die Straße

gucken wie nix kam, unter dem Highway durch

und dann kam auf der anderen Seite auch gleich der nächste Campingplatz mit

Der war mit Bezahlung, naja da bin ich hundert Meter weiter und bau da gleich ein Haus

immernoch mit Highwaylärm. Aber Wasser gab es da 👍. Und morgen früh sollte das auch nicht so kalt und feucht sein, denn wir sind nur noch auf 1.000 Metern Höhe.

Morgen kommt dann in knapp sechs Meilen, also ungefähr drei Stunden, der nächste Dorfladen mit angeschlossenem Burgerladen. Da gibt es wieder Energie 😊. Und ja, ein Eis gibt es auch, wegen der Energie. 😋

Tag 82: Der erste Regen, 41 -> 1.259 Meilen

Heute Nacht war das so, als wenn die ganze Zeit jemand an meinem Haus gewackelt hätte. Der Wind blies und blies… Dann war mal eine Minute Ruhe und dann kam der nächste Windstoß. Dann fing das auch noch an zu regnen. Nicht doll und lang, aber trotzdem, der erste Regen. Ich bin einfach so lange liegen geblieben, bis die Sonne aufging und da war das halbe Zelt wieder trocken. Der Zeltplatz lag offensichtlich genau an der Wetterscheide: rechts der Regen und links die Sonne. Und das ging auch fast den ganzen Weg lang so

Entweder nieselte das und es war kalt oder 100 Meter um die nächste Ecke schien die Sonne und ich hab geschwitzt.

Plötzlich sah das dann so aus

aber das war nicht das Ende, es ging einfach daneben weiter. Dahinter ging es dann runter, aber nur zum Gucken

wir sind oben geblieben und da war dann nochmal alles zusammengefasst

Aussicht gab es auch

und das war das Zeichen, dass bald der nächste Ort kommt. Noch ein Stück durch den Wald

und der Dorfladen war da

Auf einem der Stühle sitzt ich gleich und esse ein Eis 😋. Als ich dann zweihundert Meter weitergelaufen war, hält ein Auto neben mir an und die Frau fragt, ob ich nicht in den Laden gedurft hätte, weil ich draußen saß… 🤔

Zwei Restaurant oder Cafés sollte es hier geben. Ich komme am ersten vorbei, da steht zu verkaufen dran. 😞 Als ich am zweiten vorbeikam, steht dran geschlossen… und ich hatte noch nix weiter gegessen… 😥. Aber eine Frau steht davor und als ich fragte „Geschlossen?“, sagte sie: „In einer Stunde machten wir für zwei Stunden auf.“ 👍 Reicht dachte ich und hab gesagt, ich komme gleich wieder und ich habe großen Hunger. Also schnell nochmal einhundert Meter weiter zum Campingplatz mit Dusche 🤗 und zurück zum Café für Tagessuppe, Burger und Pflaumenmatschkuchen mit Vanilleeis, danach war wieder zu.

Freitag, Sonnabend und Sonntag machen die aber auch früh auf und morgen ist Freitag, also gibt es da Frühstück und dann geht es weiter Richtung Mexiko. Übermorgen kommt dann schon der nächste Campingplatz mit Essen, da wird das morgen wieder ein entspannter Tag mit ungefähr 15 Meilen.

Tag 81: Heiß und kalt, 55 – >1.245 Meilen

Der Tag heute war zweigeteilt: früh war das schon so verdächtig windstill und die Sonne noch dazu war das sofort richtig heiß, als ich losgewandert bin. Es ging natürlich auch noch hoch, sodass das Saunawetter war. Hier ein Blick zurück

da war zum Glück noch etwas Schatten. Aber dann ging es schön weiter dem Berg hoch

Durch die Wolken am Himmel sah das Tal dann immer wieder anders aus. Da gab es übrigens Frühstück mit Ausblick.

Hier nochmal ein Blick zurück wo wir herkommen

Irgendwann war dann Mittagessen. Da gibt es aber kein Foto, weil das in einer Ecke war, wo ein kleines Stück Schatten war. Heute gab es die letzte Tüte mit Spagetti und Fleischsoße. Ich muss mal die Tütenmacher loben: so seltsam, wie das manchmal aussah, aber die wahrscheinlich zehn verschiedenen Sorten, die ich gegessen hatte, waren von essbar bis lecker. Es hätte nur mehr drin sein können. Der Energiegehalt hat auch grade mal ein Sechstel meines Tagesbedarfs gedeckt.🧐

Die nächsten Tage komme ich an Gaststätten vorbei, da gibt es dann mehr Abwechslung und Energie. 😊

Irgendwann war ich dann oben

und da war es stürmisch. Am Anfang schien da oben auch noch die Sonne

aber auf einmal zogen Wolken auf und das wurde kalt. Ich weiß nicht wieviel und warum, aber es fühlte sich kalt an und meine Nase lief. Aber jetzt lieg ich grade schön in meinem warmen Schlafsack, während das draußen stürmisch an meinem Zelt zieht 🙂

Was es heute allerdings wie befürchtet nicht gab, war Wasser. Dadurch, dass das heute Nachmittag kühl war, hab ich auch nicht so viel getrunken, aber jetzt hab ich noch einen knappen Liter. Aber morgen komme ich in drei Meilen zu einer Picknick Area und da soll es Wasser aus dem Hahn geben. Hoffentlich. 😟

In 13 Meilen kommt übrigens der nächste kleine Ort mit Essen und Laden. Campingplatz soll auch da sein, vielleicht mit Dusche 😊. Da bleib ich da vielleicht über Nacht und wandere nach dem Frühstück am Freitag weiter.

Tag 80: Wandern, 74 -> 1.226 Meilen

Heute früh hab ich gesehen, warum hier was wächst, obwohl es seit Monaten nicht geregnet hat: mein Zelt war feucht, von außen. Ich war zwar nur auf 1.200 m, aber das reicht offensichtlich. Jetzt ist es wieder trocken, denn das Haus steht in der Ebene wo es ziemlich stark stürmt.

Das fing heute wieder leicht bewölkt an

und dann ging es erstmal runter zur nächsten Wasserquelle

und die sah so aus

Das Wasser ist natürlich unter der Plane versteckt 👍

Natürliche Wasserquellen gibt es in der Gegend und um diese Jahreszeit offensichtlich keine mehr, aber die für Wanderer eingerichteten sind bis jetzt wirklich zuverlässig gefüllt 👍

Weiter ging der Weg dann wieder am Hang entlang

und da

wobei das mindestens sieben oder acht Mal ins Tal nach links und wieder raus ging. Aber irgendwann lief der Weg dann doch runter ins breite Tal, weil es da nämlich nach Süden geht

Da laufen wir dann mal runter. In der Mitte ist eine Brücke und unter der gibt es das nächste Wasser. Weiter geht es Richtung Stadt, aber auf halber Strecke geht der Weg nach rechts zum Gebirge und kurz bevor es hoch geht, zumindest etwas im Windschatten steht dann gleich das Haus

Vorher gab es noch das zu sehen

damit klar ist, dass wir in der Wüste sind. 🧐

Morgen gibt es nochmal einen kompletten Wandertag mit Anstieg von 700 m verteilt über den ganzen Tag. Schwierig wird das wohl mit dem Wasser, denn die Wasserstellen, die im Wasserreport gelistet sind, sind wohl in letzter Zeit oft trocken gewesen, also die Wasserhähne abgestellt oder die Behälter trocken…🤔 Mal gucken.

Übermorgen kommt zumindest die nächste Lodge. Wenn da mal eine Dusche dabei wäre… 😞

Jedenfalls geht es danach etwas langsamer, weil es dann nämlich nur noch vierzig Meilen sind und ich erst Sonntag nach dem Mittag an der Grenze sein will 😊

Tag 79:Warner Spring, 95 -> 1.205 Meilen

Das heutige Zwischenziel steht in der Überschrift und bis dahin waren es noch sechs Meilen plus eine Meile vom Weg weg. Also los! Der Weg war gut und flach

also stand nix im Weg, dass wir nicht zum Frühstück ankommen sollten. Noch an den Minikürbissen vorbei

über die flache, windige Ebene

und dann waren wir an der Straße nach Warner Spring.

Da kam erst die Feuerwehr

dann die Schule

(Fototag war zum Glück schon am 11.09.) und dann gab es an der Tankstelle was zu essen und Essen für morgen. Wieder zurück zum Weg am Golfplatz

und Sportplatz entlang

kam dann der PCT wieder:

Weiter ging es schön durch den Wald

auf breiten Wegen

und am Bienenbaum vorbei.

Wie vormittags ging s danach ins Flachland

aber zum Glück wieder ohne Sonne. 👍 Im Hintergrund sind die Berge aber schon zu sehen, also nochmal ein Stück hoch (aber nur langsam) und wie gewohnt wieder am Hang entlang

zwischendrin kam noch das

allerdings vier mal hintereinander 🤔

Kurz bevor es dann dunkel und Zeit für den Hausbau wurde

kam noch eine Einmannhöhle

Und das ist heute mein stacheliger Nachbar 🤗

Machen ist das neue Haben.

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten