Tag 85: Wenn der Weg das Ziel war…, 0 -> 1.300 Meilen = 2.080 Kilometer

… dann war das Ziel schon an der kanadischen Grenze erreicht, aber zumindest sollte das Ziel heute enden.

Elf Meilen waren das heute noch, also entspannt aufgestanden und aus dem Haus geguckt. Und was sehe ich? 🤔

Wolken, die bis auf den Boden hängen

Ich hatte auch gelesen, dass das heute mit 20° C der kälteste Tag der Woche werden sollte, nächste Woche wieder 28°. Egal, auf geht’s, aber entspannt!

Langsam kommt dann doch die Sonne raus

und mit mehreren Pausen läuft sich das so…

und dann kommt auch schon wieder menschliches Leben in Sicht

Irgendwann sind es noch

noch ein Stück hoch und drei

zwei

eins

Zum Schluss ein Blick Richtung Kanada

(da ist mir jedes Mal beim Fotografieren ein haariges Tier ins Gesicht gesprungen. 😞 Zum Glück hab ich mich erst vor vier Wochen rasiert. Jedenfalls sollte das spätestens morgen Abend weg sein! 🧐)

Auf alle Fälle sehe ich das

und dann noch ein Blick ins Trailregister

Ja, da laufen von Anfang März bis Anfang Juni jeden Tag genau 50 Menschen Richtung Kanada.

Und warum genau 50? Weil es nur 50 Genehmigungen für jeden Tag gibt. Und wieviele laufen den ganzen Weg und kommen an?…

Und nun? Werden alle besucht, die das gelesen haben. Wer nicht persönlich besucht wird, wird in Gedanken besucht. Und wer auch so nicht besucht wird, hat das als Inspiration mitgelesen.

Und sonst so? Fazit hab ich ja schon vor dem letzten Abschnitt gezogen. Die letzten 266 Meilen waren zum abschließenden entspannten Laufen gedacht und waren es auch.

Epilog: Da bin ich 1,5 Meilen zurück gelaufen, dann war da ein Laden:

Leider hatte der nichts Frisches zu essen. Da gab es dann nur Chips und Waffeln. Und natürlich Eis (Pistazie). Damit lag ich dann noch drei Stunden in der Sonne, hab hundert Meter weiter mein Haus aufgebaut und hab etwas Hoffnung, dass der Bus, der laut Homepage des Betreibers nicht fahren soll, doch fährt. Die Haltestelle ist nämlich auch gleich hier (auf dem Foto direkt neben dem Laden) und nicht zwei Kilometer entfernt. Der bringt mich nach El Cajon, ein andere nach San Diego und dann bin ich gleich in LA 😊 👋

Tag 84: Ein kleiner Schritt, 11 -> 1.289 Meilen

Als ich heute früh meine Augen aufklappe, da ist so eine hohe Luftfeuchtigkeit, dass das Wasser an der Innenseite meines Außenzeltes runterläuft. Also dachte ich, stehste ein Stück später auf, bis die Sonne das weggetrocknet hat, aber da hätte ich wohl bis um zehn warten können. Ich bin trotzdem später aufgestanden hab aber das nasse Ding einfach so eingepackt und bin losgewandert

erst über Wiesen, dann durch Büsche

Nach fünf Meilen kam dann das erste Haus

und der Ort mit Laden, See und Campingplatz war da. Dann wieder das übliche: Essen essen und kaufen.

Danach ging es wieder ein Stück hoch. Noch einen Blick zurück auf den ausgetrockneten See

und dann einen Blick ins nächste Tal:

Also runter und auf der andren Seite wieder hoch

Das ist der Blick zurück. Danach ein Stück den Kamm entlang, am roten Baum vorbei

und dann sollte eigentlich bei Meile zehn Schluss sein, aber da waren die Höhenlinien wieder so eng eingezeichnet, dass heißt der Weg geht am Hang lang, ohne Platz für das Haus und deshalb steht das Haus schon bei Meile elf

Morgen gibt es bei 1,4 einen kleinen Laden, hoffentlich auch etwas zu essen und daaaaannnn…. 😲

Tag 83: Aufgeladen, 25 -> 1.275 Meilen

Übernachtet hatte ich auf dem Campingplatz mit der Dusche und dem Café davor. Dusche hatte gestern gereicht, aber das Café sollte heute früh nochmal Energie liefern. Allerdings haben die erst um neun aufgemacht, wie übrigens der Laden auch 😒 da wäre ich eigentlich schon unterwegs… Naja mussten wir halt warten. Das war auch ziemlich kalt heute früh, gefühlt zehn Grad und so hohe Luftfeuchtigkeit, war aber auch 1.800 Meter hoch der Ort. Als ich das Haus zusammengepackt hatte, war das richtig nass.

Zum Glück konnte ich die Powerbank übernacht in den Waschräumen des Campingplatzes laden lassen. Die anderen waren alle mit Wohnmobilen da und ich wahrscheinlich der einzige, der die genutzt hatte. Da hab ich dann gleich mal den Flug umgebucht und den Rest bis dahin reserviert und organisiert 👍

Irgendwann war dann nach um neun und ich rein ins Cafe. 😲 Da sagte die nette Frau von gestern: „Früh ist nur Espressobar und Mittagessen ab um elf.“.

Ich 😥.

Die Frau: „Nagut, einen warmen Apfelmatschkuchen?“

Ich: „Ohja gern, toll!“ 😋

Die Frau: „Mein Chef fragt: Ein Sandwich zum Mitnehmen?“

Ich: „Sehr gern!“

Ich war dort aber auch der einzige zum Verwöhnen 😊

Nachdem dann nicht nur die Powerbank geladen war, ging es los. Nicht mit dem Werfen von Schneebällen, denn das ist dort ungesetzlich

sondern mit dem Weiterwandern

die ganze Zeit leicht bergab

aber über steinige Wege

wo meine Füße wieder sagten: „Schön langsam!“. Gut, das war ja heute auch nicht so weit. Nochmal von weiter oben auf weiter unten gucken

über die Straße

gucken wie nix kam, unter dem Highway durch

und dann kam auf der anderen Seite auch gleich der nächste Campingplatz mit

Der war mit Bezahlung, naja da bin ich hundert Meter weiter und bau da gleich ein Haus

immernoch mit Highwaylärm. Aber Wasser gab es da 👍. Und morgen früh sollte das auch nicht so kalt und feucht sein, denn wir sind nur noch auf 1.000 Metern Höhe.

Morgen kommt dann in knapp sechs Meilen, also ungefähr drei Stunden, der nächste Dorfladen mit angeschlossenem Burgerladen. Da gibt es wieder Energie 😊. Und ja, ein Eis gibt es auch, wegen der Energie. 😋

Tag 82: Der erste Regen, 41 -> 1.259 Meilen

Heute Nacht war das so, als wenn die ganze Zeit jemand an meinem Haus gewackelt hätte. Der Wind blies und blies… Dann war mal eine Minute Ruhe und dann kam der nächste Windstoß. Dann fing das auch noch an zu regnen. Nicht doll und lang, aber trotzdem, der erste Regen. Ich bin einfach so lange liegen geblieben, bis die Sonne aufging und da war das halbe Zelt wieder trocken. Der Zeltplatz lag offensichtlich genau an der Wetterscheide: rechts der Regen und links die Sonne. Und das ging auch fast den ganzen Weg lang so

Entweder nieselte das und es war kalt oder 100 Meter um die nächste Ecke schien die Sonne und ich hab geschwitzt.

Plötzlich sah das dann so aus

aber das war nicht das Ende, es ging einfach daneben weiter. Dahinter ging es dann runter, aber nur zum Gucken

wir sind oben geblieben und da war dann nochmal alles zusammengefasst

Aussicht gab es auch

und das war das Zeichen, dass bald der nächste Ort kommt. Noch ein Stück durch den Wald

und der Dorfladen war da

Auf einem der Stühle sitzt ich gleich und esse ein Eis 😋. Als ich dann zweihundert Meter weitergelaufen war, hält ein Auto neben mir an und die Frau fragt, ob ich nicht in den Laden gedurft hätte, weil ich draußen saß… 🤔

Zwei Restaurant oder Cafés sollte es hier geben. Ich komme am ersten vorbei, da steht zu verkaufen dran. 😞 Als ich am zweiten vorbeikam, steht dran geschlossen… und ich hatte noch nix weiter gegessen… 😥. Aber eine Frau steht davor und als ich fragte „Geschlossen?“, sagte sie: „In einer Stunde machten wir für zwei Stunden auf.“ 👍 Reicht dachte ich und hab gesagt, ich komme gleich wieder und ich habe großen Hunger. Also schnell nochmal einhundert Meter weiter zum Campingplatz mit Dusche 🤗 und zurück zum Café für Tagessuppe, Burger und Pflaumenmatschkuchen mit Vanilleeis, danach war wieder zu.

Freitag, Sonnabend und Sonntag machen die aber auch früh auf und morgen ist Freitag, also gibt es da Frühstück und dann geht es weiter Richtung Mexiko. Übermorgen kommt dann schon der nächste Campingplatz mit Essen, da wird das morgen wieder ein entspannter Tag mit ungefähr 15 Meilen.

Tag 81: Heiß und kalt, 55 – >1.245 Meilen

Der Tag heute war zweigeteilt: früh war das schon so verdächtig windstill und die Sonne noch dazu war das sofort richtig heiß, als ich losgewandert bin. Es ging natürlich auch noch hoch, sodass das Saunawetter war. Hier ein Blick zurück

da war zum Glück noch etwas Schatten. Aber dann ging es schön weiter dem Berg hoch

Durch die Wolken am Himmel sah das Tal dann immer wieder anders aus. Da gab es übrigens Frühstück mit Ausblick.

Hier nochmal ein Blick zurück wo wir herkommen

Irgendwann war dann Mittagessen. Da gibt es aber kein Foto, weil das in einer Ecke war, wo ein kleines Stück Schatten war. Heute gab es die letzte Tüte mit Spagetti und Fleischsoße. Ich muss mal die Tütenmacher loben: so seltsam, wie das manchmal aussah, aber die wahrscheinlich zehn verschiedenen Sorten, die ich gegessen hatte, waren von essbar bis lecker. Es hätte nur mehr drin sein können. Der Energiegehalt hat auch grade mal ein Sechstel meines Tagesbedarfs gedeckt.🧐

Die nächsten Tage komme ich an Gaststätten vorbei, da gibt es dann mehr Abwechslung und Energie. 😊

Irgendwann war ich dann oben

und da war es stürmisch. Am Anfang schien da oben auch noch die Sonne

aber auf einmal zogen Wolken auf und das wurde kalt. Ich weiß nicht wieviel und warum, aber es fühlte sich kalt an und meine Nase lief. Aber jetzt lieg ich grade schön in meinem warmen Schlafsack, während das draußen stürmisch an meinem Zelt zieht 🙂

Was es heute allerdings wie befürchtet nicht gab, war Wasser. Dadurch, dass das heute Nachmittag kühl war, hab ich auch nicht so viel getrunken, aber jetzt hab ich noch einen knappen Liter. Aber morgen komme ich in drei Meilen zu einer Picknick Area und da soll es Wasser aus dem Hahn geben. Hoffentlich. 😟

In 13 Meilen kommt übrigens der nächste kleine Ort mit Essen und Laden. Campingplatz soll auch da sein, vielleicht mit Dusche 😊. Da bleib ich da vielleicht über Nacht und wandere nach dem Frühstück am Freitag weiter.

Tag 80: Wandern, 74 -> 1.226 Meilen

Heute früh hab ich gesehen, warum hier was wächst, obwohl es seit Monaten nicht geregnet hat: mein Zelt war feucht, von außen. Ich war zwar nur auf 1.200 m, aber das reicht offensichtlich. Jetzt ist es wieder trocken, denn das Haus steht in der Ebene wo es ziemlich stark stürmt.

Das fing heute wieder leicht bewölkt an

und dann ging es erstmal runter zur nächsten Wasserquelle

und die sah so aus

Das Wasser ist natürlich unter der Plane versteckt 👍

Natürliche Wasserquellen gibt es in der Gegend und um diese Jahreszeit offensichtlich keine mehr, aber die für Wanderer eingerichteten sind bis jetzt wirklich zuverlässig gefüllt 👍

Weiter ging der Weg dann wieder am Hang entlang

und da

wobei das mindestens sieben oder acht Mal ins Tal nach links und wieder raus ging. Aber irgendwann lief der Weg dann doch runter ins breite Tal, weil es da nämlich nach Süden geht

Da laufen wir dann mal runter. In der Mitte ist eine Brücke und unter der gibt es das nächste Wasser. Weiter geht es Richtung Stadt, aber auf halber Strecke geht der Weg nach rechts zum Gebirge und kurz bevor es hoch geht, zumindest etwas im Windschatten steht dann gleich das Haus

Vorher gab es noch das zu sehen

damit klar ist, dass wir in der Wüste sind. 🧐

Morgen gibt es nochmal einen kompletten Wandertag mit Anstieg von 700 m verteilt über den ganzen Tag. Schwierig wird das wohl mit dem Wasser, denn die Wasserstellen, die im Wasserreport gelistet sind, sind wohl in letzter Zeit oft trocken gewesen, also die Wasserhähne abgestellt oder die Behälter trocken…🤔 Mal gucken.

Übermorgen kommt zumindest die nächste Lodge. Wenn da mal eine Dusche dabei wäre… 😞

Jedenfalls geht es danach etwas langsamer, weil es dann nämlich nur noch vierzig Meilen sind und ich erst Sonntag nach dem Mittag an der Grenze sein will 😊

Tag 79:Warner Spring, 95 -> 1.205 Meilen

Das heutige Zwischenziel steht in der Überschrift und bis dahin waren es noch sechs Meilen plus eine Meile vom Weg weg. Also los! Der Weg war gut und flach

also stand nix im Weg, dass wir nicht zum Frühstück ankommen sollten. Noch an den Minikürbissen vorbei

über die flache, windige Ebene

und dann waren wir an der Straße nach Warner Spring.

Da kam erst die Feuerwehr

dann die Schule

(Fototag war zum Glück schon am 11.09.) und dann gab es an der Tankstelle was zu essen und Essen für morgen. Wieder zurück zum Weg am Golfplatz

und Sportplatz entlang

kam dann der PCT wieder:

Weiter ging es schön durch den Wald

auf breiten Wegen

und am Bienenbaum vorbei.

Wie vormittags ging s danach ins Flachland

aber zum Glück wieder ohne Sonne. 👍 Im Hintergrund sind die Berge aber schon zu sehen, also nochmal ein Stück hoch (aber nur langsam) und wie gewohnt wieder am Hang entlang

zwischendrin kam noch das

allerdings vier mal hintereinander 🤔

Kurz bevor es dann dunkel und Zeit für den Hausbau wurde

kam noch eine Einmannhöhle

Und das ist heute mein stacheliger Nachbar 🤗

Tag 78: Es läuft, 114 -> 1.184 Meilen

Die letzte Nacht war ohne Dach, ich weiß aber wieder, warum ich das in den Nächten vorher drauf gemacht hatte: Es ist fast Vollmond und der guckt die halbe Nacht runter und macht das ziemlich hell. Allerdings gibt es heute wieder kein Dach, aber im Gegensatz zu gestern Nacht, steht mein Haus heute im Tal unter Bäumen.

Letzte Nacht stand das Haus da

also völlig frei.

Aber weiter ging es, noch ein Blick zurück,

und dann erstmal wieder ein Stück hoch, an den kleinen Büschen vorbei. Übrigens passiert heute auch was am Himmel im Laufe des Tages.🧐

Erstmal ging es aber immer schön am Hang entlang

immer wieder um einen Berg rum und dann kam der nächste dran

Noch ein Blick zurück damit wir wissen, wo wir herkommen

und dann war es auch schon halb zwölf.

Gestern Nachmittag gab es die letzte Wasserstelle und heute sollte es auch nur eine geben. Also grundsätzlich sind schon mehrere aufgelistet und eingezeichnet, aber nur eine zuverlässige, die das ganze Jahr verfügbar sein sollte. Laut Plan im Hinterhof eines einzeln stehenden Privathauses,ungefähr eine halbe Meile vom Weg entfernt. Als ich an den Abzweig komme, sehe ich aber das

Dankeschön dafür 👍😊 Da hab ich dann auch gleich Mittag gegessen, denn dafür brauchte ich ja auch einen halben Liter. Das nächste Wasser gibt es morgen in sechs oder sieben Meilen. Mehr dazu später.

Und dann ging es weiter am Hang entlang Richtung Süden

Die Wege waren gut und es lief einfach immer weiter. Da es auch immer leicht runter ging, wurde es immer grüner

Da war ich dann schon halb sechs am Zeltplatz und hab überlegt, ob ich noch ein Stück weiter laufe, aber in sechs Meilen ist der nächste kleine Ort mit Gemeindecenter angekündigt. Da gibt es hoffentlich was zu essen. Es sollte aber reichen, wenn ich da gegen um zehn dort bin. Ich hoffe auch mal, dass die was haben, was ich zum Essen für die nächsten zwei Tage mitnehmen kann, denn der nächste Laden kommt erst ca. 70 Meilen weiter.

Wie auf den Fotos zu sehen ist, hat sich das erstmals seitdem ich losgelaufen bin bewölkt und das hat auch dazu beigetragen, dass das heute lief 👍

Tag 77: Paradise Valley, 136 -> 1.162 Meilen

Heute ging es ins Paradies und das lag im Tal. Das passende Café dazu versteckt sich auf dem Foto

Davor waren aber noch knapp fünf Meilen zu laufen, aber entspannt leicht nach unten

auf breiten Wegen

den es war wieder Tagestouristengebiet. Deshalb wurden auch noch ein paar große Schilder und ein Denkmal (im Hintergrund) hingesetzt.

Aber dann kam das Café. 😋 Allerdings lag das einen Meile vom Weg entfernt. Da wir aber schon kurz vor zehn da waren, gab es nur Frühstück, das heißt es gab Omelett

denn der Rest war nur so Pancakes. Zu dem, was auf dem Teller zu sehen ist, kamen noch zwei Scheiben Sauerteigtoast und eine Auswahl von Konfitüren. Ich hatte trotzdem noch Hunger. 😞

Nach einer Weile diskutieren, haben die mir dann doch noch ein Sandwich zum Mitnehmen gemacht (Sandwiche sind nämlich kein Frühstück 🧐) . Da konnte ich nämlich auch heute auf Tütenessen verzichten. Ich hab auch bloß noch zwei Tüten, weil es in den Läden in Idyllwild keine gab. Aber das könnte trotzdem reichen, weil ich den Rest des Weges noch an drei Läden oder Cafés vorbeikommen könnte.

Weiter ging es erstmal wieder ein Stück hoch auf den Berg zum runtergucken

Das sieht grüner aus, als es tatsächlich war. Ich bin die ganze Zeit in der Sonne gelaufen, denn das waren mehr so halbe Bäume und Büsche.

Da geht es rechts oben an der Kante entlang.

Und da ist klar wo ’s langgeht

Als ich da so langlaufe und auf dem Weg gucke

denke ich, die Striche sind aber parallel. Und das ging auch eine ganze Weile so. Offensichtlich hat da jemand mitten im Nichts den Weg geharkt… 🤔 Dankeschön dafür, auch wenn mir unklar ist, warum. Sah zumindest gepflegt aus 🙂

Weiter ging es und aus den Bäumen wurden immer mehr Kakteen

Das nächste Bild hat mich an Schweden 🇸🇪 erinnert oder waren es nur die Farben oder beides…🤔

Kurz danach

ging langsam die Sonne unter. Und weil das schön warm ist, steht das Haus heute ohne Dach, also Überzelt da und die Stern gucken mir beim Schlafen zu ⭐ 😴 ⭐

Tag 76: Zurück auf dem PCT, 155 -> 1.141 Meilen

Heute früh ging es noch ein paar Meilen zurück zum Weg

Ja, da geht grade die Sonne auf und wir müssen noch ein Stück den Berg hoch

Und das ganze nochmal ohne Schatten.

Überraschenderweise kam während des Aufstiegs ein kleiner Bach über den Weg gelaufen

Da ist zwar nicht viel zu sehen, aber der plätscherte langsam und das reichte, um etwas zu filtern, zu trinken und meine Beutel zu füllen. Das wird das einzige Wasser heute sein.

Kurz danach war dann der Gipfel erreicht

und es ging oben auf dem Kamm weiter

Das sah ziemlich kahl aus, aber kurz danach wurde es besser und da gab es dann was zum Mittagessen:

Allerdings war da, genau wie an allen Stellen, an denen ich noch eine Pause gemacht habe eine hohe Ameisendichte. Zumindest wurden damit die Pausen nicht so lang 😒

Weiter ging es immer schön oben lang

Mal links runter gucken, mal rechts. Und es war ein schönes Laufen bei 25° C und leichtem Wind mit Sonnenschein und ab und zu Schatten

Dann noch durch ’s Tor

und dann kam der Zeltplatz

Morgen kommt in ungefähr fünf Meilen ein Café, da gibt es hoffentlich was leckeres zu Essen und Wasser.😊

Und wie geht das dann weiter? 🤔

Es sind ja noch ungefähr gut 150 Meilen bis zur Grenze und da kommen wir ja mitten im Nirgendwo an. Es ist nicht so schlimm wie in Washington, aber…

Ungefähr zwei Kilometer vom Ziel entfernt ist eine Bushaltestelle. Die wird wohl aber nicht bedient, weil die Straße gebaut wird. Ich könnte da 14 Kilometer an der Grenze entlang wandern bis zum nächsten Ort und dort in den Bus einsteigen. Eine andere Bushaltestelle ist vier Kilometer vom Ziel entfernt. Allerdings fährt der Bus 888 laut Fahrplan nicht am Samstag, Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, außer Montag wäre Feiertag, da fährt er am Dienstag. Aber wenn er fährt, dann 10:30 Uhr. Der andere Bus fährt übrigens drei Mal am Tag von Montag bis Freitag. Und das Ziel beider Busse ist dasselbe: El Cajon. Von da ginge es dann weiter in die große Stadt…

Also ich denke mal, dass ich bis nächste Woche Sonntag noch wandern und dann am Montag um 10:30 Uhr den vier Kilometer entfernten Bus nehmen werde. In der Hoffnung, dass der da auch so fährt. Ansonsten komme ich da wahrscheinlich schlecht weg… 🤔

Tag 73 – 75: Wasser, 171 -> 1.125 Meilen

Ich hab die Tage mal zusammengefasst, weil der 71. Tag so an mir gezogen hat, dass ich am Ende des Tages eigentlich dachte, dass er es nicht verdient hat, festgehalten zu werden… Aber die drei Tage zusammengefasst, passt das wieder.

Alles fing so an:

Es ging den ganzen Tag nur aufwärts, von 1.500 m auf 2.700 m. Zu gucken gab es am Anfang auch nichts, was nicht schon am Tag vorher zu sehen war, nämlich immer das gleiche Tal wo wir her gekommen sind

bloß halt von immer weiter oben. Zwischendurch kam noch das

und die

die hatte sogar ihre Klapper zum Spielen mitgebracht, aber für sowas oder mich an der Schlange anzustellen 🙄 hatte ich keine Zeit, ich war da grade mal zur Hälfte oben.

Aber zumindest konnte man da auf der anderen Seite ins selbe Tal, nur ein Stück weiter vorn, runtergucken

Und der Vorteil der Seite war, dass die Bäume wieder da waren

und es kühler wurde, also so um die 23° C.

Problem des Tages war das Fehlen des Wassers. Ich hatte am Vortag fünf Liter mitgenommen, davon waren früh noch vier da und die wurden immer weniger. Mittagessen wollte eigentlich auch noch einen halben Liter… 😟 Und am Abend sollte die eigentlich verlässliche Wasserstelle kommen. Kam sie nicht. Allerdings war das ausgetrocknete Wasserfallbecken der einzige Platz, wo das Haus aufbaubar war, weil der Weg die ganze Zeit am Hang langlief und alles andere schräg war.

Allerdings war der Vorteil, dass mein Wasser alle war der, das mein Rucksack leichter wurde, denn die fünf Liter mehr haben den 50% schwerer gemacht…

Bis zum nächsten Ort waren es früh noch sechs Meilen, also ungefähr drei Stunden.

Da ging es dann am Zeltplatz ohne Menschen vorbei

Richtung Idyllwild

Die Wege wurden breiter, es kamen Wanderer und auch immer wieder Menschen, die die Wege gerannt sind.

Ich bin dann in den ersten Laden, der kam und hab mir eine Gallone Eistee und ein Eis geholt und mich damit vor den Laden gesetzt. Damit waren zumindest Flüssigkeits- und Zuckerhaushalt wieder i. O..😎 Danach bin ich dann zur nächsten Lodge… „Aha, Sie wandern den PCT? Dürfen wir Ihnen da einen Rabatt von 15% geben? Und dürfen wir Ihre Wäsche waschen? Bringen Sie sie einfach vorbei und zwei Stunden später erhalten Sie sie gewaschen und getrocknet zurück.“… Ca. 70 $ kam eine Nacht, allerdings war das nicht mein Zimmer…

Der Rest des Tages war dann Essen essen und kaufen und natürlich viel trinken 😊. Und eine Badewanne war auch da, also wurde der Körper wieder eingelegt…😎

Der erste Weg führte heute erstmal einen Kilometer ins Mile High Cafe. Da gab es zum Frühstück um elf das

Da spar ich mir heute mal ein leckeres Tütenessen…

Dann ging es erstmal noch ein Stück durch den Ort

am AstroCamp

und an Sibirien vorbei

Danach war der Weg so halb gesperrt, weil es da gebrannt hatte, aber das war schon ein paar Monate her

Dann am Tor des Campingplatzes vorbei

wieder Richtung PCT und Berge

Der Plan für die nächsten Tage wird sich mehr an den Wasserstellen orientieren. Wirklich zuverlässig sind wohl nur die, wo eine Wasserleitung liegt… Die nächste kommt in 20 Meilen, da ist ein Café. Da bin ich wahrscheinlich aber erst am Abend 😞… Wasser gibt es aber wohl nur solange die offen haben und dann müsste ich dann auch noch ein Stück weiter, weil ich ja schlecht bei denen im Vorgarten mein Haus aufbauen kann…

Mal sehen, wie die Wasserstellen aussehen, die eigentlich dazwischen liegen sollen. 🤔

Und morgen gibt es dann den Plan, wie alles finalisieren wird 😮

Tag 70: Durch die Wüste? 239 -> 1.057 Meilen

Ich dachte erst, die Nacht wird kälter, aber das war richtig angenehm. Laut Plan sollte das bis zu fünf Grad werden, also hatte ich meinen Schlafsack bis oben hin zugemacht, aber nachts wurde mir immer wärmer, sodass ich den früh nur noch als Decke genommen habe. Und auch später bin ich sofort oben und unten in kurz losgelaufen.

Dann brauchte ich erstmal Wasser. Dadurch das die Aufenthalte beim Umsteigen so kurz waren und in Big Bear City überhaupt nix zum einkaufen und Wasser holen war, hatte ich nix mehr. Die erste angezeigt Quelle war auch trocken und ich dachte schon, dass die andren wohl auch schlecht aussehen, aber die zweite lief mir direkt über den Weg

Naja jetzt auch nicht so schön, wenn die Autos da durchfahren, aber gefiltert, war da wohl OK. Allerdings dauert das Filtern von gut zwei Litern, die in meinen Wasserbeutel eine gute halbe Stunde, ich hab natürlich den kleinsten Filter gekauft😒

Weiter ging ’s am Kaktus

und mindestens 20 Tageswanderern vorbei, da lang

Dann gab Lasagne, sah nicht so aus, stand aber drauf und hat auch so geschmeckt. Dabei ist mir meine Löffel-Gabel-Messer-Kombination in der Mitte gebrochen 😭. Jetzt muss ich mit der Minigabel bis tief in der Tüte umrühren und das Essen aus der Tiefe der Tüte gabeln 😞. Also weiter und erstmal auf der Couch ausruhen

😎

Dann ging der Weg eine Weile in der Nähe der Straße lang

Und dann da vorbei

(da hat jemand die Null abgeschnitten 😞).

Obwohl ’s eigentlich Wüste ist, gibt es ne Menge verschiedene grüne Pflanzen

Wasser gab es dann sowohl fließend, allerdings nur sehr dünn, aber zweimal auch so

(rechts unten) und da hat das gepasst. 👍

Da nochmal schnell von oben gucken

am Hang entlang

runter und ins Camp

Da ich nur zwischendurch Netz hatte, aber jetzt nicht mehr, weiß ich grade nicht, was das nationale Monument sein soll. Allerdings hatte ich heute Nachmittag in einem Podcast gehört, dass es wohl ca. 1.400 nationale Monumente in den 🇺🇸 gibt…. 🤔 Da ich morgen früh auch kein Netz haben werde, sehe ich erst später, was ich hier verpasst haben werde. 😞

Übrigens ist es hier absolut still: kein Wind, kein Vogelpieps, kein Geraschel im Wald. 😯 Zum Glück hab ich Musik mit… 😊😎

Tag 72: Es wird wieder Sommer, 201 -> 1.095

Heute sollte es nochmal ein Stück runter gehen und dann heute zumindest einen Teil des Anstieg. Und da das mit den Wasserstellen weniger werden sollte, hab ich den zweiten Wasserbeutel voll gemacht. Damit hab ich fünf Liter mit und das muss für einen Tag reichen, wenn es reichen muss. Also früh alles voll gemacht und los, bevor die Sonne den Platz zum Ofen macht

Um den Talkessel zu verlassen ging es natürlich erstmal hoch

noch ein Blick zurück

und dann waren wir auf der anderen Seite der Berge und da gab es

viele Windräder, ’ne Menge Gestrüpp und viel blauer Himmel ☀und wie man sieht, stehen die Windräder still, da war nämlich wenig Wind. Also weiter runter ins Tal

und das kam dann da raus:

Eine Ebene mit ein paar Häusern (da gab es überhaupt nix zu essen oder trinken 😭), dahinter ein Highway mit Eisenbahn, noch mehr Windräder und der Berg, wo es rauf geht. Und natürlich Sonne und blauer Himmel.

Ein Stück weiter sieht das dann so aus

das heißt wir sind noch richtig und können entscheiden, wie es unter dem Highway durchgeht: entweder rechts ins dunkel oder links ins nicht ganz so dunkle. Da es Mittag war, sollte es in einem von beiden was zu essen geben. Das war nämlich der einzige Schattenplatz weit und breit.

Also mal links lang, schöner Ausblick beim Essen

und weiter ging es durch die Steppe

und es war so heiß, wie es aussieht. Ich hab wahrscheinlich sechs Liter getrunken, zwischendurch standen zwei mal Wasserkanister am Straßenrand 😊👍

Die einzige richtige Wasserstelle war dann die

So ein typisch amerikanischer Wasserspender (übrigens videoüberwacht 🧐), der in einer Fontäne das Wasser nach oben rausspritzt. Naja, das macht irgendwie nicht soviel Sinn, weil die meisten ihre Wasserflaschen oder so füllen wollen und wenn das Wasser dann in einer Fontäne rauskommt… Aber es soll laut Plan in den nächsten 19 Meilen kein Wasser mehr geben, also hab ich erstmal getrunken und dann wieder fünf Liter voll gemacht. Zumal es jetzt nämlich den Berg hochgehen soll und das bei den Temperaturen 😰

Da sind wir schon ein kleines Stück hoch

Das Haus steht erstmal auf 1.030 m und morgen geht es bis 2.750 m hoch 😟. Mal gucken, ob ich da morgen Idyllwild erreichen werde, weil das nämlich noch 17 Meilen sind plus vier Meilen in den Ort. Na bei den Höhenmetern wohl eher nicht…

Tag 71: Es wird heiß, 218 -> 1.078 Meilen

Wenn ich früh die Augen aufklappe, guck ich immer erstmal auf den Plan, ob es hoch oder runter geht und wie das mit den Wasserstellen aussieht. Und heute sagte das Händie: Abstieg von 2.450 m auf ungefähr 700 m und das bis zum Abend. Wasser sollte es auch ab und zu geben und nach gut zwanzig Meilen ein Fluss. Das wäre toll, wegen Waschen. Also los!!

So sah das dann früh aus: es ging durch den Canyon immer schön im Tal lang und weiter

und weiter

bis zum Mittag

Da war auf einmal unten im Tal ein kleiner Bach, der nett floß und das auch so schnell, dass ich mal aufs Filtern verzichtete

Weiter ging es dann im… Tal

Das wurde auch mal enger und dann ging es ins nächste Tal

und je tiefer es ging, desto wärmer wurde es und ich war nur noch am Trinken. Das ging immer so weiter bis der Weg auf einmal hoch lief

Ja, da sind wir schon oben, unten ist das Tal aus dem wir gekommen sind. Der Anstieg war eigentlich nur gut einhundert Höhenmeter, aber das hat mich nochmal einen Liter Wasser gekostet. Durch die Wärme war auch das Wasser angenehm warm. 😞 Der nächste Laden, der auf meinem Weg liegt, kann sich schon mal freuen, der hat nämlich dann weniger Eis, wenn ich vorbei bin 😋🍦😋

Der Vorteil auf dem Berg war, dass es dort deutlich windiger war und mehr von oben war auch zu sehen

Aber da es schon Nachmittag wurde, ging es runter ins nächste Tal

Da sind wir noch oben und gleich unten auf dem Weg. Am Stein mit den Löchern vorbei

(ein Specht? 🤔) ging es runter zum Wasser

wo dann ein Stück weiter mein Haus steht.

Und da das praktisch ist: Haus mit fließendem Wasser, hab ich nicht nur nochmal zwei Liter getrunken, sondern ich und meine Sachen sind sauberer, als vorher. Zumal das hier geschätzt, gegen halb neun, immernoch 25° C ist. Ich hätte das Dach vom Haus weglassen können, wäre wahrscheinlich angenehmer aber der Fastvollmond scheint so doll…

Also alles gut? 🤔

Morgen geht es noch ein Stück weiter runter auf ca. 300 m und dann geht es hoch auf 2.700 m… Dafür ist oben dann der nächste Ort. Mal gucken, ob ich da übermorgen Abend da bin.

Tag 66 – 69: Rein in die große Stadt, raus aus der großen Stadt, 259 -> 1.037 Meilen

Also wie geplant, früh zuerst mit dem kostenlosen Stadtbus in Mammoth Lakes zum Einkaufszentrum, denn genau vor dem Haupteingang fuhr der Bus über Bishop (umsteigen auf dem Parkplatz vorm Haupteingang des Einkaufszentrums) fünf Stunden nach Lancaster. Dort ging es mit dem Zug nach Los Angeles. Dort dann Augen zu, Augen auf, Augen zu, Augen auf (und noch einiges dazwischen, aber hier geht es ja ums Wandern auf dem PCT 🧐) ging es wieder zum Zug, dieses Mal nach San Bernhardino und weiter mit dem Bus nach Big Bear City über Big Bear Lake zurück zum PCT

Allerdings wird klar, dass in der Umgebung deutlich mehr los ist, als auf den vorherigen Strecken. Es sind eigentlich überall Häuser zu sehen

Zumindest auf der einen Seite, sonst sieht es so aus

und die Wege sind gut zu laufen

Wo geht denn das da lang? So viele Wege, wie sich hier kreuzen, gab es die ganze Zeit vorher nicht! 😟 Zum Glück weiß mein Händie den Weg 🤗

Dann wurde es auch schon schnell dunkel, denn ich bin ja erst um vier losgewandert

und der Zeltplatz war da. Mal gucken, ob es nachts kalt wird. Am Tag ist es mit 25°C nett zu laufen.

Und wie sind die Pläne für die restlichen 414 Kilometer bis zur mexikanischen Grenze?

In genau 80 Meilen kommt, ein Stück weg vom Weg, Idyllwild, eine Stadt (laut Plan also werde groß noch klein). Da gibt es dann nochmal eine oder zwei Nächte im Bett und alles was dazu gehört, also Dusche, Wäsche waschen, rasieren, Essen essen und Essen kaufen 😋👍. Ja und dann kommt der Rest, allerdings auch noch mit zwei oder drei Campingplätzen oder Miniorten, die gestreift werden, also hauptsächlich Alternativen zum Tütenessen. 😎

Vor dem letzten Schritt

Nach dem letzten Etappenziel wird vor dem letzten Schritt sein.

Mein Körper liegt grade in der Badewanne, deshalb ein Aus- und Rückblick:

Also wenn nix dazwischen kommt, geht das so weiter: Ich bleibe nur eine Nacht in Mammoth Lakes. Hier ist nämlich nicht viel, außer ein Touristenort, also entsprechend teuer und da außerhalb der Saison, auch nicht viel los. Deshalb geht es morgen mit dem einzigen Bus am Tag nach Lancaster, natürlich das in Kalifornien.🧐 Dort endet der Bus nach fünf Stunden am Zug nach Los Angeles. Da bleib ich dann zwei Nächte und weiter geht es nach Big Bear City oder Big Bear Lake. 🐻🐻 Mal gucken, wann der Bus dort ist, ob da noch eine Nacht oder es wird gleich losgelaufen. Von dort sind es dann noch maximal 266 Meilen bis zur Grenze.

Und wie kommt denn das? 🤔

Ich hatte es ja schonmal geschrieben: Ich hatte auf dem Weg bisher und das waren ja nun gut 1.000 Meilen an etwa 60 Tagen Glück mit dem Wetter mit quasi nur Sonnenschein. Auch die Temperaturen waren toll, lieber zu warm, als zu kalt. In den letzten Tagen wird es früh allerdings ziemlich kalt. Ja, das gehört wohl dazu, aber ich mag keine kalten Hände.

Und wie sieht es denn körperlich aus?

Auch da hab ich Glück. Sieht man mal von den überlasteten und mehr oder weniger quengelnden Füßen ab, ist alles in Ordnung. Nix geschwollen, keine überlasteten Gelenke, keine Blasen mehr. Grade wenn ich das so von anderen höre, die kriegen selbst nach 1.000 Meilen noch Riesenblasen oder schmerzende Kniee oder Gelenke …😟

Und bei mir sind es nur die Füße. Allerdings wollen meine Füße ohne Schuhe im Zimmer überhaupt nicht mehr laufen, ohne zu 😠

Aber wenn das alles unkompliziert ist, wo liegt denn dann das Problem?

Das Essen ist schon so ’n Thema. Es ist halt grundsätzlich zu wenig. Da gibt es wahrscheinlich auch keine Lösung. Abgesehen davon, dass man sich unausgewogen ernährt, kann man überhaupt nicht so viel essen, wie man verläuft. Hier isst auch jeder was anderes, Hauptsache energiereich. Deshalb essen die hier ihre Erdnusbutter gläserweise. Das wäre wohl das gleiche, wenn ich Nutella oder so löffeln würde… Kurzfristig ausgleichen lässt sich der Energiemangel eigentlich nur durch Süßigkeiten, also vorallem M&Ms, die lassen sich gut im Rucksack quetschen und schmelzen bei Hitze nicht.

Und was ist den nun die große Herausforderung?

Ich würde mal sagen, jeder der die ersten vier Wochen überstanden hat, bei dem steigt die physische Belastung mit jeder Woche. Ich denke mal, dass wird der Grund sein, warum die meisten irgendwann abbrechen. Das Problem sind die fehlenden geistigen Einflüsse oder Anreize. Vergleichbar ist es wahrscheinlich damit, wenn man in einem Zimmer sitzt, ohne äußere Einflüsse wie Internet, Fernsehen, Radio, Zeitungen, Bücher… So ist das beim Wandern auch. Und das von früh bis abends, tagelang, wochenlang. Also wenn ich eine Stunde Straßenbahn fahren würde, hätte ich wohl mehr Eindrücke, als in einer Woche Wandern. Zumal man ja auch in 99 % der Zeit nur auf den Weg guckt.

Eigentlich hatte ich mir das vorher schon gedacht, dass das problematisch wird und hab mir auf mein Händie alles drauf gemacht, aber das lenkt nur bedingt ab…

Und das ist der Grund, warum ich mir das nicht noch 900 Meilen antun kann. Deshalb zack zur Meile 266 und den Rest genießen, denn da ist es angenehm warm und überschaubar weit 👍😊

Tag 65: Etappenziel Red’s Meadows, 907 -> 1.030 Meilen

Vor elf Tagen und bei Meile 1.091 war ich in South Lake Tahoe losgelaufen und heute sollte es bis Red’s Meadows gehen, wo es dann ins 16 Meilen entfernte Mammoth Lakes weitergeht, denn da gibt es erstmal zwei Nächte im Bett. 🤗

Das hieß für heute noch 18 Meilen. Da wir aber schon oben waren, konnte es nur abwärts gehen. Die Temperatur heute früh war ganz okay und da natürlich wieder die Sonne am wolkenlosen Himmel schien, lief ich ab um neun wieder in kurzer Hose und im kurzärmligen Hemd erstmal ein Stück runter

wieder am See vorbei

Um dann nochmal die Einheit von Berg, See, Bäumen, Sonne und Himmel zu sehen

(ich konnte mich nicht entscheiden, welches Bild, deshalb alle drei).

Ab um elf ging der Weg dann ins Tal, dem Fluss hinterher abwärts

Mittagessen gab es dann direkt am fließenden Wasser in der Sonne

Weiter ging es dann schnell noch über die Brücke

am Streichholzfelsen vorbei

und dann war um sechs Red’s Meadows da

Gut, die Dusche war nicht, wie angekündigt für umsonst, sondern kam fünf Dollar, der Bus nach Mammoth Lakes fährt nur am Sonntag, da aber zehn Mal und im Restaurant bekommt man nix mehr, wenn man nach dem Duschen um fünf nach sieben kommt, aber sonst…😒 Naja, Zelt steht erstmal, morgen früh wird gefrühstückt und dann gucken wir mal, wie es in die Stadt geht. Da ich auf dem Zeltplatz kein Netz habe, muss ich mich auch bei den Hotels überraschen lassen.

Überraschend wird es auch weitergehen, ich weiß nämlich noch nicht wo, sondern nur, dass es nicht hier weitergeht. 😯

Tag 64: Über den Pass, 925 -> 1.012 Meilen 😊

Achjaaa … Da ich in den 🇺🇸 bin, wird das halt jetzt vierstellig…😎🏆😊 Und was gab es dafür? Ich hab heute zwei dicke Muffins gegessen: einen mit 🍌 und einen mit Mohn. Die hatte ich mir heute früh noch im Laden gekauft. Und nachdem ich heute früh im Bistro noch ein Frühstück gegessen hatte, habe ich heute auf Tütenessen, Nüsse und M&Ms verzichtet. Allerdings ist auch die zweite 1,2 kg M&Ms-Tüte, die ich in South Lake Tahoe mitgenommen hatte, schon alle 😯.

Da sowohl Bistro, als auch Laden erst um acht aufgemacht haben, ging das dann auch erst gegen dreiviertel neun los und das wieder schön durch ’s Tal

bei Sonnenschein und blauem Himmel. Der Weg war auch ziemlich voll mit Wanderern, da der PCT hier auf ungefähr 20 Meilen zusammen mit dem John-Miur-Trail verläuft. Der ist zwar nicht so lang, wie der PCT, wird aber von mehr Menschen bewandert. Und so nah am Campingplatz und an der Straße waren auch viele Tageswanderer unterwegs, teilweise rennend mit einem Minirucksack auf dem Rücken 🤔.

Eigentlich war der Weg heute zweigeteilt: durch das Tal (hier noch ein paar Bilder):

und den Bergen, die schon im Hintergrund zu sehen sind. Und während das Tal so auf 2.700 Metern liegt, ging der Weg innerhalb weniger Meilen auf den Pass mit 3.370 Metern hoch.

Hier ist die erste Hälfte erledigt

allerdings ist in der Mitte noch das Tal zu sehen, wo wir herkommen.

Und da ist die zweite Hälfte

Natürlich nicht zum Schnee, dass wäre übertrieben, aber irgendwo links geht es dann hoch zum Pass

Da gucken wir auf dem Pass in die Richtung, wo es weiter gehen wird. Oben saßen schon zwei und guckten auf ihr Händie. Einer der beiden sagte dann, er empfängt T-Mobile. Da die in den USA eine Netzabdeckung von 24 % haben, musste mein AT&T auf alle Fälle gehen. Tat es auch. Zumal es hier so ist, dass wenn es geht, es meistens in LTE-Geschwindigkeit funktioniert.

Allerdings musste ich weiter, weil mir das zu weit oben war. Da wird es wahrscheinlich windig und kalt. Beides nicht schön. 😞

Der Weg war wieder… 😭 wurde später aber etwas besser

Wasser brauchte ich noch. Nicht da, weil da war die Brücke

und da auch nicht, weil da waren zu viele Nadeln

Aber hier fließt noch genug Wasser vom Schnee des letzten Winters.

Das Haus steht jedenfalls gut geschützt zwischen den Felsen

Vorbildlich hab ich mein Essen natürlich in den Bärenbeutel gepackt. Allerdings weiß ich nicht, ob das den Regeln entspricht, weil hier (?) ein Bärenkanister vorgeschrieben ist. Also mein Bärenbeutel ist aus Teflon, der sollte genauso sicher sein, wie ein Kanister aber hoffen wir mal, dass ersten kein Bär kommt und zweitens kein Rancher. Bei den Regeln und Verboten, die hier gelten, werden immer gleich konkrete Geldstrafen angedroht.

Morgen müssen wir mal gucken. Das sind noch 17 Meilen bis Red’s Meadows. Das ist wieder ein richtiger Campingplatz und von da fährt wohl ein Bus nach Mammoth Lakes. Das ist die nächste größere Stadt, wo mein nächstes Bett steht. Die Frage ist bloß, wann ich in Red ’s Meadows bin. Wenn ich zeitig genug wäre, könnte ich noch in die Stadt fahren, sonst bleibe ich auf dem Campingplatz. Der soll dieses Mal sogar kostenlose warme Duschen haben. Meine letzte Dusche war vor… Tagen (morgen wird es Zeit, sonst habe ich keine Finger mehr zum Zählen).😞 Restaurant und Laden gibt es auch, also alles da. Ich schätze, bei den Wegen komme ich erst gegen 18 Uhr an und das wird wohl zu spät sein, zumal ich schon wieder kein Netz habe und nicht gucken kann, wann der Bus fährt. Ich hab übrigens auch noch kein Bett reserviert, also gucken wir morgen entspannt, wie es läuft 😎

Tag 63: Tuolumne Meadows, 942 -> 995 Meilen

15 Meilen waren es heute und die Wanderkarte hat gesagt, dass es weder hoch noch runter gehen würde. Also ein entspanntes Laufen bis zum Campingplatz mit Essen am Nachmittag.

Erstmal ging es über den Fluss

(ein Stein war locker 😯) und dann immer schön im Tal entlang, mal durch den Wald

, dann über die Wiesen

Auf einmal wurden es immer mehr Menschen, als die Wasserfälle begannen

Mehrere Reisegruppen, die die sechs Meilen bis dorthin gewandert sind. Für mich ging es den gleichen Weg wieder an Wiesen

und am Fluss entlang und dann war ich am Tioga Pass in Tuolumne Meadows

Mehr als das Zelt und der Campingplatz war da nicht, aber noch eine Menge Menschen, das heißt der Platz war komplett voll, bis auf den Bereich, wo man nur ohne Auto zelten darf. In der linken Tür gab es erstmal was zu trinken und rechts was zu essen. 😋

Sechs Dollar kostete es, mein Haus dahin zu setzen

und eine ausführliche Anleitung, was man mit seinem Essen machen soll, wegen der Bären, incl. der Strafen, wenn man was falsch macht.

Was es übrigens nicht gab, waren Duschen 😭 und mein Händienetz oder WLAN 😭😭.

Naja es sind nur noch 35 Meilen bis Red s Meadows und dann weiter nach Mammoth Lakes. Da sollte es dann alles geben 🤗. Morgen werde ich hier wohl noch frühstücken, obwohl die erst um acht aufmachen, aber das muss sein.

Tag 62: „Sie wandern aber schnell!“, 957 -> 980 Meilen

Zähne geputzt und flach gelegt, da kann der Rückblick beginnen. 😯 Das Haus steht schön im Tal auf der Wiese zwischen ein paar Bäumen und in 50 Metern rauscht der Bach. Schön auch, dass hier kein Wind geht. Gestern Abend fing nämlich auf einmal der Wind an zu blasen und das bis zum Morgen, aber da war Schluss und die Sonne schien am blauen Himmel

Ich hab ja da schon einige Seen auf dem Weg gesehen, aber ich hab das Gefühl, dass die im Yosemite irgendwie beeindruckender aussehen. Zumindest, wenn die Sonne scheint und der Himmel so blau ist. Das war schon so als ich mit dem Auto durchgefahren bin.

Da ging es zum Glück nicht rauf

sondern schön durch den Wald

Wasser gibt es genug, aber es ist auch zu sehen, wieviel Wasser vor ein paar Monaten noch geflossen ist

Für die, die nach Norden laufen ist es üblich, dass die teilweise bis zum Bauch durch die Flüsse wandern. Ich zum Glück nicht 👍. Jedenfalls ging es nach dem Tal wieder steil nach oben und da überhole ich zwei, wahrscheinlich 70jährige Männer und als der eine fragte, wo ich heute losgelaufen wäre, sagte er nach meiner Antwort: „Sie wandern aber schnell!“ 😊 Naja…

Jedenfalls ging es dann am Berg vorbei

und dann gab es drei Möglichkeiten zur Auswahl

Ja, da ist das richtige Zeichen drauf, aber da kommen wir her.

Nach Toulumne Meadows wollen wir, aber nicht über den Miur Trail, dass ist ein Umweg. Aber die Frage ist, was ist in Hetch Hetchy? 🤔

Wo geht es noch lang?

Auch da geht es nach Toulumne Meadows. Zum Matterhorn Canyon auch, aber das verwirrt nur 😕. Aber ein See in 1,8 Meilen klingt gut, weil es schon halb zwölf ist. Das PCT-Zeichen haben die sich wohl gespart… 😒

Noch schnell den guten Weg zum See (ja, der Weg hoch war wieder steinig, also nicht fotogen)

und da ist er auch schon

Beim Mittagessen sah es dann so aus

Dann ging es noch höher Richtung Pass

Wasser brauchte ich noch, hätte ich ja auch am See mitnehmen können 😒, aber so sah das nächste Wasser aus

Das stand einfach nur so rötlich da. Naja, einen halben Liter hab ich gefiltert. Kalt war es und so wie es schmeckte, habe ich meinen Eisenbedarf für den Rest des Jahres gedeckt.

Hier kam dann der Pass

und es ging runter ins nächste Tal

aber auch über die üblichen Steine

Es ist nicht so doll zu sehen, aber das geht ziemlich steil nach unten. Aber offensichtlich klettern selbst Pferde über diese Steine…

Im Tal wieder ein entspannten Laufen

bis es am Ende des Tals wieder innerhalb von zwei Meilen um 400 Meter nach oben ging

Da ist das schon erledigt.

Ich hab am Ende wieder die Beine in die 🖐️ genommen und schnell am nächsten See vorbei

ins Tal, weil dort das Haus aufgebaut werden sollte.

Bis zum Mittagessen hab ich übrigens acht Meilen geschafft und bis zum Ende nochmal zehn. Nur bis zum Mittagessen waren 60 % der Zeit vorbei…

Morgen geht es noch 15 Meilen bis Toulumne Meadows, da ist auch der Eingang und das Besucherzentrum für den Yosemite Nationalpark. Da werde ich hoffentlich am späten Nachmittag ankommen und dort auch zelten, incl. duschen und essen. Außerdem kann ich dann am nächsten Morgen noch frühstücken und dann sind es noch 35 Meilen bis Red Meadows, da komme ich hoffentlich am Abend des nächsten Tages an, zelte da nochmal und fahre am nächsten Tag nach Mammoth Lakes 👍

Machen ist das neue Haben.

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